Lieber Herr Schily!

Lieber Herr Schily,

es ist okay, wenn sie Beteiligungen an Unternehmen kaufen und sie sich etwas extra verdienen wollen für ihren Ruhestand, es ist okay, wenn sie sich unbedingt in irgendeinem Aufsichtsrat austoben wollen, weil ihnen die Gartenarbeit nichts gibt.

Aber, lieber Herr Schily, tun sie das gefälligst in irgendeiner Branche, die nichts mit meinen Fingerabdrücken, mit dem Abstand zwischem meinem Haaransatz und meinen Augenbrauen zu tun hat. Mein Gesicht gehört mir – nicht dem Staat, nicht irgendeinem Unternehmen und auch nicht Ihnen.

Und, lieber Herr Schily, ich will mich noch bei Ihnen bedanken, bedanken dafür, dass sie ihren Nachfolger im Amt, Wolfgang Schäuble, aus dem Fokus des Bürgerzorns geschoben haben. Es wurde langsam langweilig mit ihm. Er wollte irgendwie nicht mehr so richtig.

Warum wollte er eigentlich nicht mehr so recht? Noch speichert doch noch niemand, wie oft ich am Tag aufs Klo gehe oder mein Gemächt richte? Und warum speichert eigentlich niemand, wie oft ich mich am Tag über so einen Unsinn wie die Vorratsdatenspeicherung und Fingerabdrücke auf einem elektronischen Chip ärgere?

Ach nein, entschuldigung, Herr Schily, entschuldigung Herr Schäuble, das geht ja niemandem etwas an, da bin ich wohl etwas über das Ziel hinausgeschossen. Schließlich will ja niemand unsere Freiheit im Namen des Terrorkampfes einschränken – und auch niemand daran verdienen…

Mit freundlichen Grüßen

JollyJ

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