08-04-04

An diesen tropfnassen Morgen wird die grau verhangene Straße nur von den Autobändern erhellt, die sich auf ihr hinauf und herab schieben. Schritte fühlen sich sorgsam an, zwei Frauen passieren mich mit in Falten gepressten Stirnen. „Die Unten zohlt ja nur 330isch Euro, und isch zohl ja 390isch.“, „Och, ja wörglisch?“. Schritte verlieren sich. Nachdem die Kassiererin mir den Bon aushändigt, wünscht sie mir noch ein adjektivloses Wochenende. Ich packe den gesengten Blick mit den Toast in meine Einkaufstüte und zähle Regenwürmer auf dem Nachhauseweg. Lang, nackt, schmierig-rosa liegen sie ausgestreckt auf dem grauen DDR-Asphalt.

Hinterlasse einen Kommentar

Es gibt noch keine Kommentare.

Comments RSS TrackBack Identifier URI

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s