Grenzen der Technik #2

Aka.aki, die neueste Kopie von Facebook, präsentiert sich seit kurzem mit einem netten Video im Netz. Das System macht es Handy-Nutzern möglich, durch ein Facebook-ähnliches System zu kommunizieren.

Hier die Seite..

Schon zu Beginn wird klar gestellt, für welchen Typus dieses Medium ausgelegt ist und wie dieser es optimal verwendet: unsere Hauptdarstellerin Stefanie bekommt eine Nachricht von ihrer Freundin Lisa, die ihr sagt, dass sie „eine heiße Braut“ sei, – „aber das weiß Steffi ja schon.“. Große Klasse. Ein weiterer Effekt wird im Laufe des Videos deutlich:  bist du ein Student, wirst du mit Aka.aki warscheinlich die Uni schmeißen müssen – nicht nur, dass Steffi vergisst, auszusteigen, sie entscheidet sich lieber dafür, in einem Café mit ihrem Handy nach Jungs zu chatten, als die Vorlesung zu besuchen. Am Ende des Tages ist Steffi ziemlich geschafft, musste sich ja auch den ganzen Tag auf den Minibildschirm ihres Handys konzentrieren, und obwohl sie durch Aka.aki drei potenzielle Partner ausspähen und anmachen konnte, liegt sie abends allein in ihrem Ikea- Bett.

Nunja, Social Network macht halt einsam…

Advertisements

Die Grenzen der Technik #1

Hat eigentlich schon mal irgendjemand der allgläubigen Technik-Versessenen versucht, jemandem via Web-Cam in die Augen zu schauen?

Scheinbar nicht.

Sonst hätten sie ihren Allglaube wohl schon verloren.

READ THE ENGLISH VERSION…

Das digitalisierte Zeitalter

Jep, es kommt, und es wird alle kriegen, ob ihr wollt oder nicht. Wärend ihr gerade friedlich die Leberwurst auf die Brotscheibe streicht, wird sich diese Kreatur der neuen Ära in Form eines Schnurbärtigen Mittelständigen Kleinstadtamerikaners eines Tages durch euren Spülenabfluss quetschen, um eure Seelen bis in euer tiefstes Unterbewusstsein in eine künstliche Sphäre zu übertragen,- der Cyperwelt. Einmal internalisiert, fließt ihr durch die Blutbahnen dieses global behaarten Megalons, um euch im Kosmos des Organismus restlos zu verwirren, während die Ausmaße der Kreatur, einst erschaffen in den mächtigen Laboren der Advanced Research Project Agency des amerikanischen Verteidigungsministeriums, potenziel expandieren. Die Ausdehnung des schnurbärtigen Koloss wird die Globalbevölkerung unter einem gigantischen Teppisch aus binärkodierten Fett verschwinden lassen, sodass sie zu einem solarlosen Leben in Dunkelheit verdammt sein wird.

Doch Megalon wird sich aus dem unerschöpflichen Strom wilder Konsumgier der Erdenbürger nähren und sie so zu absoluter Abhängigkeit an sein mediales Zuckerbrot und seine upload-abhängige Peitsche zwingen um sein eigenes emergentes Fortbestehen zu gewährleisten.

Möge das Buch und der Stift mit uns sein, wenn das Klicken der Tasturen und das Flimmern der Breitbildschirme erst die Übermacht gewonnen haben…

tomprix